Das Terroir prägt unsere Weine. Der Begriff bezieht sich in seiner ursprünglichen Bedeutung auf den Boden, auf dem die Reben wachsen. Er hat mit seinem Gehalt an Mineralstoffen und seiner Wasserhaltekraft einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Qualität der Trauben, die auf ihm wachsen. Aber auch andere Einflüsse haben ihre Bedeutung: Der von Kultur und Tradition der fränkischen Heimat geprägte Winzer sowie das Klima hinterlassen ihren Fingerabdruck auf dem Charakter der Weine.
Gerade das Zusammenspiel von Winzer, Boden und Klima macht das Terroir Frankens so einzigartig.
Böden
Die spannende Geschichte der fränkischen Weinlandschaft. Stellen Sie sich vor: Vor 240 bis 250 Mio. Jahren lag Franken in der Nähe des Äquators. Die Kontinente begannen auseinander zu driften. Es bildete sich das Germanische Becken, dessen Reste das heutige Mittelmeer bilden. Das Klima war mediterran. Land und Meer waren sehr fruchtbar. Manchmal zog sich das Meer zurück und es trocknete aus, sodass abgestorbene Muscheln und andere Meerestiere riesige Ablagerungen bildeten. Der Muschelkalk war geboren.
Bei der Alpenbildung vor 30 Mio. Jahren kippten die Schichten des Trias von West nach Ost unter dem enormen Druck und legten die Gesteinsschichten Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper frei.
Durch Verwitterung und Erosion entstanden dann im Laufe der Jahrtausende die heutigen Verwitterungsböden. Man sagt, dass es circa 100 Jahre dauert bis 1 cm Boden entsteht.
Die steinigen Muschelkalkböden sind sehr fruchtbar und geben den Weinen Frucht und Mineralität.
Wasser – Der Main
Der Urmain entwässerte sich ursprünglich über die Donau ins Mittelmeer. Tektonische Verschiebungen zwangen ihn einen neuen Weg zu suchen. So grub er sich vor 2 Mio. Jahren quer durch Franken. Mit seiner damaligen seichten Breite von über 100 Metern und dem mitgeführten Gestein schliff er die Tallandschaft heraus. So schuf er die für den Weinbau so entscheidenden Prallhänge.
Die Lage
Die Geologie bestimmt die Qualität einer Lage. So kommt es in Verbindung mit dem Wärmespeicher Main und den Böden zu ganz besonderen Kleinklimaten. Entscheidend ist die Exposition (Ausrichtung) und Inklination (Hangneigung) der Lage für die Qualität der Weine. Besonders gute Lagen, wie der Marsberg, haben die Geländeform eines Hohlspiegels.
Auch die mineralische und organische Zusammensetzung der Bodenauflage und das Bodengefüge mit seinem Wassergehalt und Steinanteil sind wichtige Faktoren, die eine Weinbergslage prägen.
Das Klima
Nichts hat einen stärkeren Einfluss auf einen Jahrgang als die Witterung. Der Rebstock speichert die Temperaturen, Niederschläge, Feuchtigkeit und eingestrahlte Sonnenwärme in den Trauben und prägt so, wie ein Fingerabdruck, den einzigartigen Jahrgangscharakter.
Die Rebsorten
Bestimmte Rebsorten können eine ganz besondere Verbindung mit der Umwelt eingehen. Was der Pinot im Burgund oder der Riesling im Rheingau, ist der Silvaner in Franken. In einer seit über 350 Jahren anhaltenden Evolution ist er eine besonderes enge Verbindung mit den Böden des Trias eingegangen und ist Teil unserer fränkischen Identität geworden.
Spezielle Kleinklimaten und Böden können nicht nur mit dem Silvaner eine einzigartige Partnerschaft eingehen. Mache Lagen sind prädestiniert für den Anbau einer Rebsorte. Scheureben gedeihen z.B. im Marsberg besonders gut.
Der Winzer
Der Winzer prägt den Weinen, durch seine Arbeit in Weinberg und Keller, seine ganz persönliche Handschrift ein. Zusätzliche Grundlage ist für uns unsere persönliche Philosopie und er eigene Stil. Dieser ist nicht nur durch unser Können und Wissen um den Wein sowie unsere Erfahrung geprägt, sondern ebenso durch unsere Liebe und Leidenschaft für guten Wein, die uns dazu herausfordert, die Qualität immer noch weiter zu steigern.
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