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Wein verhütet Nierensteinbildung


 

Wissenschaftler der Harvard Universität in Boston untersuchten über 45.000 Männer im Alter von 40 bis 75 Jahren über einen Zeitraum von sechs Jahren. In diesem Beobachtungszeitraum traten 753 Fälle von Nierensteinen auf. In dieser Studie wurden neue Erkenntnisse zur Nierensteinprophylaxe gewonnen. Dazu wurde der Einfluß von 21 verschiedenen Getränken auf die Nierensteinbildung untersucht. Neben den Trink- wurden auch die Ernährungsgewohnheiten systematisch berücksichtigt und weitere Einflußfaktoren für Nierensteinbildung wie Alter, die Zufuhr von Calcium, Kalium und tierischem Protein, die Thiazid-Medikation, die geographische Herkunft und der Beruf in die Auswertung einbezogen.

 

Bei schrittweiser Aufnahme von jeweils 240 ml der unterschiedlichen Getränke verändert sich das Risiko der Nierensteinbildung kontinuierlich.

 

Unabhängig von der Trinkmenge wird dies durch zwei Arten von Getränken erhöht; andere wiesen keinen meßbaren Einfluß auf, einige verminderten das Risiko deutlich.

 

Mit Abstand am besten bewährte sich Wein als Nierensteinprophylaxe. Pro 240 ml Weinkonsum sank das Risiko um 39 %, gefolgt vom Bier mit 21 %. von Tee mit 14% und von koffeinfreiem wie auch von normalem Kaffee um jeweils 10 %.

 

Milch, Wasser, Orangensaft sowie alle Cola- und Limonadengetränke zeigten keinen Einfluß. Als signifikante Risikogetränke erwiesen sich dagegen Apfelsaft mit einer Steigerung um 35% pro 240 ml Zufuhr und Grapefruitsaft mit einer Steigerung um 37 %.

 

Allgemein:

 

Patienten mit Nierensteinen wird üblicherweise als vorbeugende Maßnahme empfohlen, viel zu trinken, um damit das Risiko der Steinbildung zu reduzieren.

 

Was, wurde dabei meist dem persönlichen Geschmack überlassen. Möglichst viel in kurzer Zeit war die gängige Devise. Sie muß nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Amerika relativiert werden.

 

Man nimmt an, daß Alkohol ein bestimmtes Hormon (Antidiuretin) hemmt, was eine gesteigerte Harnbildung und damit eine verminderte Harnsäurekonzentration zur Folge hat.

 

Ursächlich bedingt, üben unterschiedliche Getränke unterschiedlich ausgeprägte Schutzeffekte aus.

 

Warum Wein doppelt so gut abschneidet als Bier, konnte nicht geklärt werden.

 

Quelle: Deutsche Weinakademie

 

 

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