,,Wein macht das Gehirn sinnig, schnell und erfinderisch, voll von lebenden, feurigen und ergötzlichen Gedanken" schrieb William Shakespeare.
Die Hirnforschung kann das inzwischen belegen: Alkohol wirkt in geringen Dosen aktivierend auf das Nervensystem. Wein erweitert die Blutgefäße und regt damit die Hirndurchblutung an, womit wiederum die Sauerstoffversorgung der Hirnzellen verbessert wird. Eine geringe Alkoholdosis kann das Kurzzeitgedächtnis sogar schärfen und die kognitive Leistungsfähigkeit unterstützen. Durch regelmäßiges, aber mäßiges Trinken von Wein kann dem altersbedingten Abbau der Gehirnleistung vorgebeugt werden.
Zu hohe Alkoholzufuhr dagegen dämpft das Nervensystem. Mit steigender Dosis läßt die Konzentrations- und Koordinationsfähigkeit merklich nach. Ab einer Blutalkoholkonzentration von 1,0 Promille ist das Reaktions und somit auch das Fahrvermögen für die meisten Menschen eingeschränkt. ,,Kein Alkohol am Steuer" heißt die vernünftige Parole.
Chronischer Alkoholmißbrauch kann zu psychischer Abhängigkeit und zu massiven Störungen des Nervensystems führen. In moderaten Mengen genossen ist Wein dagegen Balsam für die Seele. Bereits nach einem Glas lösen sich Spannungen, das Wohlbefinden steigt, man wird gelassener. Zum Abendessen genossen, fördert es den Schlaf.
Allgemein:
Der Alkohol im Wein erhöht die Konzentration von Serotonin, einer Substanz im Zentralen Nervensystem, die Gedächtnis, Appetit, Impulsivität, Angst, Stimmung und das Lebensgefühl steuert. Wird wenig Serotonin gebildet. fällt die Stimmung merklich. Depressive Menschen weisen häufig einen niedrigen Serotoninspiegel im Gehirn auf. Viele moderne Psychopharmaka beeinflussen deshalb den Serotoninstoffwechsel. Erfahrene Mediziner empfehlen ihren ,,gestreßten" Patienten Wein.
Das Nationale Institut für Alkoholmißbrauch und Alkoholismus in den USA hat den wissenschaftlichen Kenntnisstand im Jahre 1992 zusammengefaßt:
"eine niedrige Dosis Alkohol kann Streß abbauen, das Selbstwertgefühl und allgemeine Wohlbefinden fördern, Anspannung und Unsicherheit abbauen."
Quelle: Deutsche Weinakademie
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