Lage:
Randersackerer Ewig Leben
Die Neuzüchtung Bacchus liefert einen traditionellen Wein, der gut in das deutsche Weinsortiment passt. Erfolgreiche Anbau-Versuche in fast allen Weinbaugebieten Deutschlands haben zu einer für eine Neuzüchtung erstaunlichen Verbreitung geführt, weil die Sorte einen spürbaren Beitrag zur Hebung der Weinqualität leisten kann. Wegen Ihres bukettbetonten Weins wird sie auch „Frühe Scheurebe“ genannt. Der Sortenname Bacchus ist die römische Bezeichnung für den griechischen Weingott Dionysos.
Hauptverbreitungsgebiete sind die Pfalz, Rheinhessen, Franken, Nahe, Mittelrhein und Mosel-Saar-Ruwer. Die weitere Verbreitung wird zukunftigt vor allen Dingen in den nördlichen Weinbaugebieten erfolgen, weil der Bacchus, in für den Riesling nicht geeigneten Lagen, angebaut werden kann. Die Anbaufläche dieser Rebsorte beträgt 2320 Hektar.
Gezüchtet wurde der Wein 1933 von Peter Morio und Prof. Dr. B. Husfeld in der Bundesanstalt für Züchtungsforschung, Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof, Siebeldingen/Pfalz.
Sie entstand aus einer Kreuzung von (Silvaner x Riesling) x Müller-Thurgau.
Ihr Anspruch an die Lage ist eher gering. Die Bacchusrebe reift auch dort, wo der Silvaner nicht vollständig reif wird.
Der Bacchus liefert frische Qualitätsweine, seltener Spät- und Auslesen. Er wird als Einsteiger in Sachen Wein bezeichnet und ist wegen der geringen Säure nicht zur Lagerung geeignet. Die Farbe ist blassgelb bis hin zu einem zarten Grünstich. Aromen von Muskat und roten Johannisbeeren sind zu finden und im Geschmack präsentiert er sich frisch mit einem mittleren bis kräftigen Körper.
Die Weine des Bacchus sind eher zum Schöppeln als zur Essensbegleitung gedacht.